Filmschaffende veröffentlichen Spots gegen No-Billag
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Filmschaffende veröffentlichen Spots gegen No-Billag

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23 Jan 2018

Die No-Billag-Initiative bedroht den Schweizer Film und insgesamt 13'500 Stellen. Um die Absurdität dieser gefährlichen Initiative aufzuzeigen, haben über 40 Filmschaffende aus eigenem Antrieb und unentgeltlich drei kurze Spots produziert. Diese behandeln die Privatisierung von öffentlichen Institutionen, wie der Feuerwehr, der Schule und der Trottoirs.

«Heute würde niemand ernsthaft fordern, die Feuerwehr zu privatisieren», sagt Martin Guggisberg, Regisseur der Clips. «In der USA ist das aber zum Teil schon die Realität – Häuser lässt man einfach niederbrennen. Wollen wir wirklich dahin?»

Mitgewirkt haben u.a. der Kameramann Felix von Muralt (Schellenursli, Die Schwarzen Brüder), Monika Gubser (Herbstzeitlosen, Die letzte Pointe), Isabella Schmid (Papa Moll), Matthias Hungerbühler (Der Kreis) und Daniel Rohr. Gedreht wurde im Dezember in Zürich mit einer 40-köpfigen Crew und Cast, die an diesem Projekt alle unentgeltlich mitarbeiteten. Regie führte Martin Guggisberg, der auch für die Drehbücher zuständig war. Produziert wurden die Spots von Cyrill Gerber (Milan Film) und Andrea Blaser.

«Mit diesen Spots wollen wir die Leute darauf aufmerksam machen, dass die No-Billag-Initiative ein weiterer Versuch ist, eine wichtige öffentliche Institution zu privatisieren. Davon profieren nur die grossen Medien- und Werbekonzerne. Für die Bevölkerung aber wird es teurer.»

Dazu kommt noch: Nur noch genau das zahlen, was man konsumiert, entspricht nicht einem schweizerischen Solidaritätsgedanken, der unser Land zusammenhält. Die französisch-, italienisch- und rätoromanisch-sprachigen Landesteile würden verlieren, Angebote für Menschen mit Seh- und Hörbehinderung könnten nicht mehr finanziert werden, in der Schweiz könnten keine Filme mehr produziert werden.
Die Schweiz braucht eine mediale Grundversorgung mit einem Leistungsauftrag zur sachgerechten Berichterstattung, welche die Vielfalt der Meinungen abbildet und eine freie Meinungsbildung erlaubt. Der bestehende Art. 93 Abs. 2 der Bundesverfassung, der diese garantiert, darf nicht gestrichen werden.

Die Spots werden in ausgewählten Kinos und online zu sehen sein. 

filmschaffende-gegen-nobillag.ch

 

Weitere Filmschaffende auf Youtube:

Bruno Ganz

Joel Basmann

Stefan Gubser

Tonia Maria Zindel

 

Clips von Mitgliedern des GSFA:

https://vimeo.com/album/4939053

 

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