Der Bund entzieht dem ZFF die Unterstützung
Zurich Film Festival

Der Bund entzieht dem ZFF die Unterstützung

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15 Mar 2018

Das Bundesamt für Kultur unterstützt das Zurich Film Festival ab diesem Jahr nicht mehr. Grund dafür ist, dass das BAK keinen vollständigen Einblick in die Geschäftszahlen der am Festival beteiligten Firmen erhält.

Seit 2006 hatte das Zurich Film Festival Geld vom Bund erhalten, 2016 lief die Leistungsvereinbarung aus. Das BAK und das ZFF wollten darauf eine neue Leistungsvereinbarung aushandeln, für 2017 bis 2020 waren jährlich 250'000 Franken vorgesehen.

Dass das BAK nun das Geld streicht, hat damit zu tun, dass die NZZ die Einsicht in die Geschäftsbücher der Spoundation Motion Picture AG verweigert. Diese Vermarktungsgesellschaft befindet sich wie die Zurich Film Fes­tival AG seit 2016 zu 52 Prozent im Besitz der NZZ Mediengruppe.

Die Zurich Film Festival AG ist nicht gewinnorientiert, die Spoundation Motion Picture AG jedoch schon. Beide Organisationen seien aber strukturell und finanziell eng miteinander verflochten, sagt Daniel Menna, stellvertretender Leiter Kommunikation im BAK, dem Tages-Anzeiger: «Wir müssen sicherstellen können, wohin unsere Gelder genau fliessen. Dazu fehlt uns die Möglichkeit.»

Das Zurich Film Festival hat ein ­Budget von rund 7,3 Millionen Franken, davon stammt der grösste Teil von Sponsoren. Geld bekommt das ZFF auch von der Stadt und vom Kanton Zürich. Die Stadt zahlt einen jährlichen Beitrag von 350'000 Franken, diese Vereinbarung läuft dieses Jahr aus. Der Kanton hat für die Jahre 2017 bis 2021 pro Jahr 268'000 Franken zugesichert. Empfänger der Gelder ist bei der Stadt wie beim Kanton die gemeinnützige Zurich Film Festival AG. (kah)

Bild: Zurich Film Festival

 

 

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