Redaktionsstatut

Redaktionsstatut

Allgemeine Richtlinie

1. Der Herausgeber – der Trägerverein Cinébulletin – und die Redaktion von Cinébulletin (CB) vereinbaren, gemeinsam eine Zeitschrift herauszugeben, deren Ziele den kulturellen und wirtschaftlichen Interessen der Film- und Audiovisionsbranche entsprechen. Die Redaktorinnen und Redaktoren werden angehalten, sich an die festgelegten Ziele zu halten, insbesondere an Artikel 3 der Statuten des Trägervereins.

2. CB ist eine landesweite Publikation in zwei Sprachen (deutsch und französisch).

3. CB informiert über grundlegende Fragen, die für die Mitglieder des Trägervereins und für das interessierte Publikum von Bedeutung sind, und stellt sicher, dass die verschiedenen Standpunkte vorgestellt werden.

4. CB ist eine unabhängige Zeitschrift, bei der Toleranz und Ausgewogenheit an vorderster Stelle stehen.

5. PR-Reportagen und Gefälligkeitsartikel werden nicht veröffentlicht.

6. Der Herausgeber von CB ist nicht Partei eines Gesamtarbeitsvertrags. Im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten bemüht er sich um eine angemessene Entlöhnung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

7. Das vorliegende Statut wird allen Redaktionsmitgliedern von CB ausgehändigt. Alle Kandidatinnen und Kandidaten für eine Stelle in der Redaktion und die freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen vor ihrer Anstellung von diesem Redaktionsstatut Kenntnis nehmen.

Verantwortlichkeiten

1. Im Rahmen der allgemeinen Richtlinie wird die Redaktionsfreiheit gewährleistet. Spezifische Anweisungen des Herausgebers sind ausgeschlossen. Die Redaktorinnen und Redaktoren können nicht dazu gezwungen werden, Texte zu verfassen oder zu unterschreiben, die ihrer persönlichen Überzeugung entgegenlaufen.

2. Die Verantwortung für den redaktionellen Teil obliegt der Chefredaktion. Sie legt das Inhaltsverzeichnis fest und überträgt das Redigieren von Artikeln den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ihrer Wahl.

3. Grundsätzlich schreibt die Chefredaktion die Editorials. Darin äussert sie ihre freie Meinung.

4. Alle Redaktorinnen und Redaktoren bemühen sich, die Fakten mit Gewissenhaftigkeit und Ehrlichkeit zu prüfen und die Meinung aller betroffenen Parteien zu einem bestimmten Thema einzuholen.

  • Sie achten darauf, die Aussagen weder durch tendenziöses Übergehen von Informationen noch durch deren übertriebene Hervorhebung zu verfälschen.
  • Bei der Bearbeitung eines Themas tragen sie so viele Beurteilungskriterien wie möglich zusammen, bevor sie Schlüsse ziehen und einen Standpunkt vertreten.
  • Werden Artikel oder Texte einer anderen Autorenschaft zitiert, so ist die Quelle anzugeben.
  • Die Redaktorinnen und Redaktoren bemühen sich zwar, aktuelle Probleme zu hinterfragen, sie verzichten aber auf jegliche Kommentare, die den Mitgliedern des Trägervereins Schaden zufügen oder sie verunglimpfen könnten.

5. Die Veröffentlichung eines Artikels kann verschoben werden, wenn die Redaktion oder eine Redaktorin oder ein Redaktor der Meinung ist, dass zu wenig Zeit für die Überprüfung der Informationen zur Verfügung stand.

6. Die ständigen Redaktorinnen und Redaktoren dürfen für PR-Reportagen oder Gefälligkeitsartikel im Cinébulletin weder ihre Mitarbeit noch ihre Unterschrift anbieten.

7. Die von Inserenten verfassten PR-Reportagen müssen aufgrund des Layouts klar als solche erkennbar sein.

8. Die Redaktion muss den Herausgeber informieren, falls ihr von Mitgliedern des Trägervereins oder von Drittpersonen Artikel oder Beiträge vorgeschlagen werden, die ein anderes Mitglied des Trägervereins oder einen Berufskollegen oder eine Berufskollegin betreffen. Beurteilt der Herausgeber den vorgeschlagenen Artikel als verletzend oder rufschädigend, hat er das Recht, die Publikation abzulehnen. Andernfalls hat der Herausgeber die betroffene Person oder Organisation vor der Veröffentlichung des Artikels zu informieren, damit sie ihre Antwort auf den Artikel wenn möglich in derselben Ausgabe publizieren kann.

9. Die Artikel von Mitgliedern des Trägervereins und von Drittpersonen werden je nach ihrem Interesse für die Branche veröffentlicht. Wenn es beim vorgeschlagenen Artikel inhaltlich offensichtlich um Werbung oder Promotion geht, kann dessen Publikation abgelehnt werden. In solchen Fällen entscheidet die Redaktion, ob der Herausgeber zu informieren ist.

10. Die anderen Rubriken (Mitteilungen, Subventionen usw.) sind den Mitgliedern des Trägervereins vorbehalten. Die Redaktion ist für die orthographischen Korrekturen der ihr anvertrauten Texte zuständig, nicht aber für deren Übersetzung und Bearbeitung.

11. Die Beschaffung von Inseraten sowie die Zurückweisung von Inseraten gehört ins Ressort des Herausgebers.

12. Der Herausgeber und die Redaktion sind ans Berufsgeheimnis gebunden. Sie unterlassen es insbesondere, einer Drittperson die Quelle einer Information bekannt zu geben.

13. Rechtfertigen die Umstände die Publikation eines Textes des Herausgebers im redaktionellen Teil der Zeitschrift, so ist klarzustellen, dass es sich um die Meinung des Herausgebers handelt.

14. Die Chefredaktion nimmt an der Generalversammlung des Herausgebers und an den Sitzungen des Vorstands des Trägervereins teil, hat aber kein Stimmrecht.

15. Der Herausgeber und die Chefredaktion gewährleisten die Anwendung des vorliegenden Redaktionsstatuts.

Das vorliegende Redaktionsstatut ist eine Übersetzung des französischen Originaltextes.

Genehmigt von der Generalversammlung vom 4. Mai 2004.